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Samstag, 2. November 2013

27% teurere mieten - wer soll das bezahlen?


das beratungsunternehmen Wüest & Partner geht im Immo-Monitoring 2014 davon aus, dass die mieten in der schweiz in den nächsten jahren um bis zu 27% steigen werden:
"Um die mögliche Entwicklung der Mietzinsen und auch die damit verbundenen Ausgaben für gemieteten Wohnraum bis Ende 2020 auszuloten, hat Wüest & Partner sechs Szenarien formuliert. [...] In den wahrscheinlichsten Szenarien steigen die Mieten um bis zu 27 Prozent."
da stellt sich uns natürlich unmittelbar die frage, wer das dann bezahlen soll.
dazu meint W&P:
"Die Schwierigkeit besteht darin, die «richtigen» Haushalte in die «richtigen» Wohnungen zu bringen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht effizient ist die Einführung von Anreizsystemen, die zum einen dafür sorgen, dass der bestehende Wohnungsbestand intensiver genutzt wird, und zum andern dafür, dass die Verteilung von preisgünstigem Wohnraum adressatengerecht erfolgt." 
wie das vor sich gehen soll, wie also dem markt der zwangssparer (aka 'vermieterInnen') die nötigen zahlungskräftigen mieterInnen zugeführt werden sollen, dafür hat die FDP bereits einen praktischen vorschlag: sie fordert über das komitee "Fairness bei staatlich gestützten Wohnbauträgern” und eine einzelinitiative, "Für die Vergabe und Weiternutzung einer Wohnung dieser Wohnbauträger darf der Bruttolohn der Bewohner das Vierfache der Mietkosten hierfür nicht überschreiten." wer bisher besser weg kam, soll also von seinem verfügbaren einkommen den vermiterInnen abgeben, genossenschaften sollen mieterInnen aus dem schutz der kostenmieten in den rauhen wind der marktmiete scheuchen, damit diese künftig die geldsäcke der vermieterInnen füllen.
wer dahinter steckt? interessant ein blick auf die namensliste der komiteemitglieder: eine illustere schar von wohlhabenden (1:12?), darunter leutenegger und scheck, die  für die FDP und die SVP in den zürcher stadtrat und dort zum rechten sehen wollen, die 'richtigen haushalte in die richtigen wohnungen' bringen und damit sich und ihren freunden vom HEV die kasse füllen.

oder wie heinrich heine schrieb
Hat man viel, so wird man bald
Noch viel mehr dazu bekommen.
Wer nur wenig hat, dem wird
auch das wenige genommen.
Wenn du aber gar nichts hast,
Ach, so lasse dich begraben -
Denn ein Recht zu leben, Lump,
Haben nur die etwas haben.
...die AL setzt sich für bezahlbare mieten ein - und gegen die umverteilung von unten nach oben...

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